Yvonne Ziemer


 

 

Zur Kunst bin ich durch meinen Großvater gekommen.

 

Als kleines Mädchen liebte ich es, in seinem kleinen beengten Atelier zu sein, mochte die Gerüche von Ölfarben und Terpentin und sah mit Begeisterung zu, wie die Bilder nach und nach entstanden.

 

Das kleine „Atelier“ war, mangels Platz und vieler Kinder, eine Ecke am Fenster im Raum mit der Badewanne.

 

Mit Anfang Zwanzig, nach Abitur und Ausbildung im Finanzwesen kam eine große Sehnsucht nach künstlerischer Betätigung auf – also kaufte ich mir eine Staffelei, Ölfarben, Pinsel und Leinwände und legte los.

 

In den darauffolgenden Jahren entstanden eine Reihe von expressiven Bildern, die ich in kleineren Ausstellungen zeigen durfte.

 

Neben der Erwerbsarbeit und der Kinder-Care-Arbeit haben mein Mann und ich immer wieder gemeinsame Kunstschaffensphasen erleben dürfen, deren Ergebnisse wir dann im kleinen eher privaten Rahmen ausgestellt haben.

 

2004 folgte eine berufliche Neuorientierung. Ich wagte den Schritt in die Selbstständigkeit – Raumzutat war geboren und vereinte Kunst, Kunsthandwerk, Dekoration und Inneneinrichtung.

 

Ich war Ausstellerin auf diversen Kunst- und Kunsthandwerkermärkten in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Und von 2013-2023 im eigenem Laden – die letzten 8 Jahre davon in der Innenstadt der Landeshauptstadt Kiel.

 

Seit Mitte 2023 widme ich mich nun ganz der künstlerischen Arbeit und bin jetzt als freischaffende Künstlerin tätig.

 

Im November und Dezember 2025 habe ich die neu entstandenen Arbeiten in der von mir initiierten Pop-Up-Galerie in Nortorf / Schleswig-Holstein gemeinsam mit Arbeiten 8 weiterer Künstler/innen und Kunsthandwerker/innen ausgestellt – das positive Echo war groß.

 

 

 

 

 

Die Fähigkeiten und Techniken habe ich mir im Laufe der Zeit selbst erarbeitet und es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht experimentiere und übe.

Mithilfe medialer Begleitung und entsprechender Lektüre bilde ich mich weiter und bin mit großer Leidenschaft am Werk.

 

 

Für meine Arbeiten verwende ich neben Acrylfarben, Ölfarben- und kreiden, Linoldruckfarben, Tinten, Kreiden, diversen Stiften und Stempelfarben auch Stoffgewebe, Metallfolien, Gipsbinden, Pasten, Blattgold etc. 

Schablonen und Stempel stelle ich meistens selbst her und experimentiere viel auf der Gel-Platte, um weitere einzigartige Papiere oder Stoffe zu erhalten.

 

Fundstücke aus der Natur sowie sogenannter Verpackungs- und Papiermüll und sonstige Alltagsgegenstände verwende ich ebenfalls gern in meinen Arbeiten.

 

Inspiration finde ich hauptsächlich in der Natur aber auch in Städten, in Museen, in Kunstausstellungen, auf Konzerten, in Büchern - eigentlich überall.

 

 

 

 

 

Zentrale Themen meiner Arbeiten sind der Mensch, das Zwischenmenschliche, die Natur und die Umwelt. Dabei liegt der Focus auf Schichtung, Farbe, Form, Struktur und Textur. Dieses Zusammenwirken und die abstrakte Herangehensweise bieten mir maximale kreative Freiheit. 

 

Und mittlerweile ist es ein großes Bedürfnis, fast eine Notwendigkeit, jeden Tag auf's Neue weiterzumachen und wenn meine Arbeiten beim Betrachten positive Gefühle und Gedanken auslösen und Raum für eigene Interpretationen geben, dann bin ich glücklich, da ich weiß, der Betrachtende ist es auch.